Die Region Apulien liegt östlich des Appenin - im Südosten Italiens.
Apulien ist heute in großem Maße von Olivenhainen bedeckt. In der Region wird bis zu 50% des italienischen Olivenöls produziert. Ein Olivenbaum kann 800 bis 1000 Jahre alt werden, trägt aber schon nach drei Jahren die ersten Früchte. Dieser Baum war von den Römern, Ägyptern und Griechen sehr geschätzt. Die oft etwas bizarre Form des Baumes entsteht dadurch, dass man meist mehrere Samenkörner in die Erde legt, in der Hoffnung, dass bei eventuellen Pilzangriffen wenigstens einige davon überleben. Die Oliven, die für die Ölherstellug verwendet werden, müssen 100% reif sein. Das Fruchtfleisch enthält bis zu 60% Öl, der Stein nur 15%. Die Qualität des Öls hängt vom Säuregehalt ab.
Apulien ist überhaupt eine Region, die von der Landwirtschaft geprägt ist. Gemüse, Früchte und Wein sind die Hauptprodukte. Hinzu kommen noch getrocknete Tomaten, die in der Mitte gespalten werden, mit Salz überstreut und ein paar Wochen in der Sonne getrocknet werden. In der Gegend bei Alberobello werden auch Mandeln angebaut, die Schalen werden für die Herstellung von Likör verwendet. Und auf der Salento-Halbinsel wird Tabak angebaut.
Die Geschichte Apuliens als Weinregion ist lang. Produzenten wie Leone de Castris, Taurino Cosimo und Conti Zecca stellen Weine her, die sehr gut sind. Besonders empfehlenswert sind Weine wie Primitivo und Salice Salentino.
Spricht man von Apulien, müssen natürlich auch die berühmten Trulli-Häuser erwähnt werden, die merkwürdigen, runden Häuser mit den kegelförmigen Dächern. Besonders häufig gibt es sie in der Gegend bei Alberobello und Locorotondo (Zentralapulien).